Scroogle

Dezember 2, 2009

Wer gelegentlich ein ungutes Gefühl hat,  über die tägliche Nutzung von www.google.de zum gläsernen User zu werden, der sollte sich als Alternative einmal www.scroogle.org ansehen – keine Werbung, keine Cookies, keine dauerhafte Logfilespeicherung und -auswertung. Nach Bedarf sogar eine SSL-Verbindung für Recherchen. Kurze Info ist auch über den zugehörigen Wikipedia-Eintrag verfügbar.


Call for Papers: CELDA 2009

Juli 8, 2009

Auf Hinweis von Dirk Ifenthaler von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mache ich gerne auf die CELDA 2009 (Cognition and Exploratory Learning in Digital Age) aufmerksam. Der Call for Papers läuft noch bis zum 24. Juli und lädt zu Beitragseinreichung zu folgenden Themen ein (Auswahlverfahren über double-blind peer-review)

- Acquisition of expertise
- Assessing progress of learning in complex domains
- Assessment of exploratory learning approaches
- Assessment of exploratory technologies
- Cognition in education
- Collaborative learning
- Educational psychology
- Exploratory technologies (such as simulations, VR, i-TV and so on)
- Just-in-time and Learning-on-Demand
- Learner Communities and Peer-Support
- Learning Communities & Web Service Technologies
- Pedagogical Issues Related with Learning Objects
- Learning Paradigms in Academia
- Learning Paradigms in Corporate Sector
- Life-long Learning
- Student-Centered Learning
- Technology and mental models
- Technology, learning and expertise
- Virtual University

Weiter Informationen finden sich auf der Webseite zur Konferenz. Mal sehen, ob wir auch noch etwas einreichen werden… Danke in jedem Fall für den Hinweis!


Wolfram Alpha – eine revolutionäre Suchmaschine?

Mai 5, 2009

In einigen Wochen wird eine neue, vermutlich revolutionäre Suchmaschine mit dem Namen ‘Wolfram|Alpha’, an den Start gehen. Sie wurde unter Leitung des Mathematikers Dr. Stephen Wolfram,  Gründer des Unternehmens Wolfram Research mit seinem weltbekannten Softwareprodukt Mathematica, entwickelt.

Welche Erwartungen sich nach der ersten Vorstellung  am Berkman Center for Internet & Society der Harvard-Universität mit der neuen Suchmaschine verbinden, lassen sich an Schlagzeilen wie z.B. der eines Artikels des Independent ablesen: ‘An invention that could change the internet forever‘. Wolfram Alpha soll auf vollständige Fragen von Personen korrekte Antworten liefern können; die Suchmaschine verweist hierbei nicht mehr nur auf relevante Quellen, sondern beantwortet die Anfrage mit konkreten Ergebnissen. Wolfram Alpha greift nach silicon.de hierbei auf eine Datenbank mit wissenschaftlich überprüften Informationen zu, welche nicht nach Stichworten und Relevanz sondern basierend auf ‘Natural-Language-Algorithmen’ organisiert sind. Mit diesen Algorithmen sei die Auswertung und Zusammenstellung von Informationen gemäß unserer menschlichen Sprache möglich. Der Independent illustriert im selben Artikel das Innovationspotenzial und das Verhalten der Suchmaschine wie folgt:

The real innovation, however, is in its ability to work things out „on the fly“, according to its British inventor, Dr Stephen Wolfram. If you ask it to compare the height of Mount Everest to the length of the Golden Gate Bridge, it will tell you. Or ask what the weather was like in London on the day John F Kennedy was assassinated, it will cross-check and provide the answer. Ask it about D sharp major, it will play the scale. Type in „10 flips for four heads“ and it will guess that you need to know the probability of coin-tossing. If you want to know when the next solar eclipse over Chicago is, or the exact current location of the International Space Station, it can work it out.

Stephen Wolfram kündigt die Veröffentlichung von Wolfram|Alpha in seinem Blog wie folgt an:

Some might say that Mathematica and A New Kind of Science are ambitious projects. But in recent years I’ve been hard at work on a still more ambitious project—called Wolfram|Alpha. And I’m excited to say that in just two months it’s going to be going live. (…) It’s going to be a website: www.wolframalpha.com. With one simple input field that gives access to a huge system, with trillions of pieces of curated data and millions of lines of algorithms. (…) I think it’s going to be pretty exciting. A new paradigm for using computers and the web. That almost gets us to what people thought computers would be able to do 50 years ago!

Ich bin gespannt, wenngleich Google sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen wird… (vgl. Google fährt Wolfram Alpha in die Parade).


Barcamps als Methode

Oktober 10, 2008

Mich faszinieren die Möglichkeiten des informellen Lernens und der aktiven TeilnehmerInnenpartizipation bei BarCamps. Leider hatte ich bisher noch nicht die Gelegenheit, selbst an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen. Im Kern scheint es bei den BarCamps oder sog. UnKonferenzen (da keine Einladung, keine Teilnahmegebühr, kein exklusiver Kreis, keine hierarchische Organisation, kein vorab geplantes Vortragsprogramm) um ein Gegenveranstaltungsformat zu den großen Konferenzen (hohe Eintrittspreise, klassischen Vortragstracks etc.) mit dem Fokus einer möglichst aktiven Partizipation aller TeilnehmerInnen zu gehen. So sind prinzipiell alle TeilnehmerInnen eines BarCamps/einer Unkonferenz potentielle ReferentInnen wie auch Zuhörende. Mögliche Vortrags-/Workshopthemen werden von den Teilnehmenden zu Beginn des BarCamps kurz vorgestellt. Per Handzeichen melden sich die am Thema Interessierten. Schließlich werden jene Themen mit ausreichender TeilnehmerInnenzahl (wie viele sind hier ausreichend?) auf Kärtchen notiert und auf einer Übersichtstafel zu verschiedenen Vortrags-/Workshoptracks gruppiert. Vortragende scheinen ihre Themen zu selbst bestimmter Zeit anbieten bzw. entsprechend ablegen oder verschieben zu können. Steht das Programm, so beginnen die Vorträge in den zur Verfügung stehenden Räumen. Einen gelungenen Einblick in das Vorgehen bei BarCamps gibt das folgende Video,

oder auch der Beginn des folgenden Videos

Link: Web 2.0 - Der Film

Mich interessiert vor allem der methodische Ansatz, der sich m.E. auch im Rahmen der Lehrerfortbildung bei MultiplikatorInnen- bzw. ExpertInnenmeetings mit großem Gewinn nutzen ließe.

Interessant fand ich auch das Vorgehen eines Projektteams, von dem ich hörte, dass es sich während des einwöchigen Meetings zeitweise nach barcamp-rules organisert hatte. Ausgehend von den Erwartungen der TeilnehmerInnen wurden zunächst in Gruppen und anschließend im Plenum die Ziele des Meetings definiert. Weiter wurden Aktionen/Aktivitäten/Kleinprojekte vorgeschlagen, die zu den Zielen führen würden und in Gruppenarbeit vertieft, vorbereitet, geplant. Abschließend wurden nach Art der BarCamps unterschiedliche Beiträge der TeilnehmerInnen eingebracht (nur 1 Track) und den Aktionen/Aktivitäten/Kleinprojekten zugeordnet. Hierdurch veranlasst reformierten sich die Gruppen teilweise wieder und starteten im Nachgang des Treffens in die Umsetzung der geplanten Teilprojekte. Ein Ansatz, der nur ein Minimum an inhaltlicher Vorgabe/Planung erforderte und über das methodische Vorgehen möglicherweise ein Maximum an aktiver Partizipation der TeilnehmerInnen und an Ergebnissen ermöglichte. Vor allem mit ExpertInnengruppen sinnvoll. Genialer Ansatz!


Wikis zur kooperativen Teamarbeit

Oktober 9, 2008

Wir hatten es ja auch schon einmal versucht, doch dann stiegen wir rasch wieder auf die üblichen Textverarbeitungswerkzeuge mit all den bekannten Schwierigkeiten um (Versionierung, Datenabgleich, Verfügbarkeit etc.)

Via Tim Schlotfeld’s Blogeintrag zu einem Interview mit Don Tapscott hat mich der Gedanke wieder gepackt, dass wir dem Wiki in unserer Teamarbeit nochmals eine echte Chance geben sollten. Noch dazu, wenn sich – wie Don Tapscott im Interview sagte – hierdurch die E-Mail-Flut reduzieren und die Produktivität optimieren lässt.

Gesagt, getan. Diesmal waren wir konsequenter und ließen nicht gleich aus Bequemlichkeit von Wiki und Wikisyntax wieder ab. Ich kann nur sagen, dass – hoffe, wir werden so schnell nicht wieder rückfällig… – diese Arbeitsweise genial, effektiv und effizent ist und zudem einfach Spaß macht!


ExpertInneninterviews über Skype und PowerGramo aufzeichnen

Juni 16, 2008

Heute habe ich ein ExpertInneninterview über Skype(TM) durchgeführt und mit dem Skype(TM)-Recorder PowerGramo (TM) aufgezeichnet. PowerGramo(TM) steht in unterschiedlichen Versionen (basic, standard, professional) mit steigendem Funktionsumfang zum Download bereit. Zum Probieren ist die Software kostenfrei nutzbar; gegen Registrierung und Bezahlung (professional = ca. 35 $) kann sie zeitlich und im Funktionsumfang uneingeschränkt verwendet werden. Die Software verlangt nach Installation und Start den Zugriff auf Skype, den es zu erlauben gilt. Schließlich findet sich im Skype-Menü der Eintrag ‘PowerGramo’ sowie bei den Anrufen- und Auflegen-Buttons rechts unten ein zusätzlicher Button zum Starten und Stoppen der Aufnahmen. Wie bei Audioschnittprogrammen gewohnt, lässt sich diese Funktion auch mit der Leertaste  bedienen. Die (natürlich mit dem Einverständnis der GesprächspartnerInnen) aufgezeichneten Gespräche lassen sich aus der PowerGramo-Anwendung heraus als *.ogg oder *.wav-Dateien exportieren. Sinnvolle Lösung mit einfacher Bedienung und guter Qualität.

Skype-Menü
powergramo_menu.jpg

Zusatzbutton
powergramo.jpg


Letztes Präsenzmodul

August 29, 2007

Die Tage hatte ich das letzte Präsenzmodul meines berufsbegleitenden Studiums MSc Educational Technology an der Donau-Uni Krems. Insgesamt kann ich eine deutlich positive Bilanz ziehen. Wir hatten ca. 60 Präsenztage, aufgeteilt in 20 Module zu je 3 Tagen mit ganztägigen Vorlesungen, Seminaren und Workshops. Vorteil der Konzeption an der Donau-Uni sind u.a. die wechselnden Vortragenden. Hierdurch lernten wir viele unterschiedliche Persönlichkeiten und deren Theorien/Erfahrungen kennen, wie z.B. Prof. Baumgartner (Departmentleiter), Prof. Tulodziecki, Prof. Astleitner, Prof. Wagner, Prof. Ortner, Prof. in Reinmann, Prof. Budin, Dr. Wiesner, Dr. Winkler (Reihung zufällig) und zudem zahlreiche Praktiker aus unterschiedlichsten Firmen und Institutionen kennen.

Mit ein paar angehängten Urlaubstagen in Krems enden nun meine regelmäßigen Aufenthalte am Eingang der Wachau. Es war eine wunderschöne Zeit. Hoffentlich ergeben sich immer wieder Gelegenheiten hierher zurück zu kommen…