Dezember 16, 2009
Im Rahmen des Projekts The Education Arcade aus dem Fachbereich Comparative Media Studies am MIT wurden Januar 2009 zwei White Paper veröffentlicht. Eines davon, Using the Technology of Today in the Classroom Today, wirbt für die Potenziale von Computerspielen, Social Networks und Simulationen zur Unterstützung von Lehr-Lernprozessen und stellt Möglichkeiten ihrer Integration in den schulischen Kontext dar. Im Grunde waren mir viele der vorgetragenen Argumente bekannt. Dennoch war ich dankbar für einige Hinweise auf neue Ressourcen und die Literatur, die zur Stützung der Argumentation aufgeführt wurde.
Als Beispiele für sog. COTS Spiele (commercial, off-the-shelf), die zur Verwendung für den (englischsprachigen) Unterricht besprochen werden, erscheint mir vor allem Lure of the Labyrinth interessant. Laut Beschreibung dreht es bei dem Adventure-Spiel um sog. Puzzle, die innerhalb einer Rahmengeschichte zu bearbeiten sind, und den Spielenden mathematisch-wissenschaftliche Denkprozesse und Verfahren wie z. B. systematisches Beobachten, Formulieren von Hypothesen, Testen und Verändern einzelner Variablen nahebringen. Wäre interessant, ob jemand schon Erfahrungen mit diesem Spiel sammeln konnte?
Als Beispiele für unterrichtsrelevante Simulationssoftware sprachen mich vor allem die Beispiele Molecular Workbench und StarLogo TNG an, wenngleich ich noch keine Zeit hatte, mir die Produkte näher anzusehen.
Neu war mir, dass Community-Plattformen wie Ning wohl zunehmend von LehrerInnen - anstelle von Lernplattformen? – für Unterricht und Projekte genutzt werden. Die Adaptions- und Administrationsmöglichkeiten seien mittlerweile so komfortabel, dass sie den Anforderungen für den schulischen Einsatz genügen.
Beachtenswert erscheint mir auch das i5-Rahmenmodell (Individualized Inventory for Integration Instructional Innovations) nach Groff und Mouza, das Lehrkräften Orientierung und Hilfstellung bei der Integration neuer Technologien in ihren Unterricht geben soll. Es ist der unten abgebildeten Übersicht als Anhang dem White Paper beigefügt.

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E-Learning in der Schule, Mathematik | Mit Tag(s) versehen: Computerspiele, Simulationen, Social Networks |
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Verfasst von cza2100
April 19, 2009
Aktuell erarbeite ich einen Lernpfad für die Lehrerfortbildung zur Gestaltung von Lernumgebungen mit Netvibes und bin wieder einmal absolut begeistert von den Möglichkeiten, die solche personalisierbaren Homepage-Dienste leisten.
„Founded by Tariq Krim in 2005, Netvibes pioneered the personalized homepage as alternative to traditional web portals. Netvibes lets individuals assemble their favorite widgets, websites, blogs, email accounts, social networks, search engines, instant messengers, photos, videos, podcasts, and everything else they enjoy on the web – all in one place.“ (http://about.netvibes.com)
Mit Hilfe sogenannter Widgets (kleine Ajax basierte Applikationen, die in skalierbaren Rechtecken angezeigt werden), lassen sich per Drag and Drop unterschiedlichste Dienste auf persönlich gestaltbare Webseiten ziehen und sehr einfach konfigurieren. Häufig verwendete Widgets sind z.B. Webnotiz, Checkliste, Kalender, Mail, RSS-Feeds, HTML-Block (damit können z.B. beliebige Webseiten, Videos, Bilder und Podcasts unterschiedlicher Anbieter eingebunden, angezeigt bzw. abgespielt werden) und Nachrichtendienste. Zudem kann man nach dem Login nicht nur eine Webseite, sondern über das Anlegen von Reitern (Tabs) eine ganze Reihe von Webseiten gestalten und über die Veröffentlichungsfunktion über eine eigene URL KollegInnen und SchülerInnen zur Verfügung stellen: Die ideale Möglichkeit, um Lernumgebungen für den Unterricht vorzubereiten bzw. mit den SchülerInnen persönliche Lernumgebungen (kurz auch PLE = Personal Learning Environment) zu gestalten.
Veröffentlichte Seiten (auch Universe genannt) und verfügbare Widgets (aktuell 180617) lassen sich über das Netvibes Ecosystem recherchieren. Meine öffentlichen Netvibes-Seite, die ich speziell für den Lernpfad gestaltet wird, ist hier erreichbar.
Wie könnten solche Seiten/Universes methodisch für den Unterricht genützt werden? Ein paar Ideen:
- Stationenlernen: Tabs sind die Stationen und die SchülerInnen müssen die Stationen mit Material und Aufgabenstellungen durchlaufen
- Begleitmaterial/Präsentationsmaterial für Referate: SchülerInnen erstellen zu ihrem Referat eine öffentliche Netvibes-Seite, mittels der die Präsentation (z.B. via Slideshare) oder Zusammenfassungen/Skripte (z.B. via Scribd) auf einer Webseite zur Verfügung gestellt und ggf. durch weitere Ressourcen (Webseiten, Nachrichten, Podcasts, Vidoes) ergänzt werden.
- Hilfe-Seiten für Freiarbeitsphasen, Wochenplanunterricht, selbstgesteuertes Lernen: Es lassen sich Tutorials, unterstützendes Material, Hilfestellungen vorbereitend vom Lehrer oder MitschülerInnen flankierend für Unterricht und Hausaufgaben bereitstellen und (ggf. auch nur über 1-2 PCs im Klassenzimmer) nutzen.
- Lernumgebungen zur individuellen Förderung: SchülerInnen richten mit Unterstützung der Lehrkraft ihre PLE für den Fachunterricht ein. Die Lehrkraft kann Tipps für geeignetes Förder-, Übungs- oder Spielmaterial über ihre öffentliche Seite geben; die entsprechenden Tabs/Widgets können dann von den SchülerInnen über einen Klick in Ihre persönliche Lernumgebung übernommen werden. So lassen sich z.B. Online-Übungen, Online-Tests, Online-Spiele u.v.a.m. zur individuellen Förderung für SchülerInnen zusammenstellen. Hierzu benötigen LehrerInnen dann Infos zu frei verfügbaren Online-Schätzen wie z.B. der Seite und Übungsanwendung von Arndt Brünner zum Trainieren der Polynomdivision. Einfach genial!
- … ?
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E-Learning in der Schule, Methoden, Web2.0 | Mit Tag(s) versehen: Lernumgebung, netvibes |
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Verfasst von cza2100
Oktober 30, 2008
Lesenswertes Interview mit Max Woodtli (Dozent für Berufs- und Medienpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Thurgau) aus dem kanti-bulletin der Kantonsschule Frauenfeld (Ausgabe 02/2008) zur Einschätzung der Chancen und Grenzen von E-Learning in der Schule (via zugehörigem Blogeintrag auf eLearn.ch)
Auszug zur Frage nach der „Todsünde“ im Zusammenhang mit E-Learning:
Wenn E-Learning (nur) als eine möglichst gute Abbildung von Präsenzlernen verstanden wird, befürchte ich, dass das mögliche Potential, das im digitalen Lernraum liegt, nur ansatzweise ausgeschöpft wird. Anders gesagt: Wenn man E-Learning nur mit dem Ziel betreibt, die Belehrungskultur zu perfektionieren, statt die Potentiale eines vernetzten Lernens dahin zu nutzen, eine neue Lernkultur zu etablieren, dann hat man in meinen Augen die „Todsünde“ Nummer eins begangen.
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E-Learning in der Schule, Lernkultur | Mit Tag(s) versehen: E-Learning, Lernkultur, Schule |
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Verfasst von cza2100