November 11, 2006
Sind Sie schon einmal mit Ihrer Lehrveranstaltung gegen eine instruktive Lernsoftware angetreten?
Für mich war diese Erfahrung innerhalb des von mir angebotenen Wahlkurses zur Vorbereitung auf die ECDL-Modulprüfungen neu. Die SchülerInnen können innerhalb des Wahlkurses (Ablauf bzw. Lehrkonzept wurde in vorhergehendem Eintrag aufgezeigt) in den ersten 30 Minuten zwischen einer Präsenzlehreinheit oder dem selben Stoff via E-Learning-Software entscheiden. Selbst wenn Ihnen nach kurzer Zeit die Lehreinheit nicht zielführend, effizient, langweilig etc. erscheint, können Sie einfach wieder zu ihren Rechnern im Nebenraum gehen und dort mit Ihrem E-Learning-Programm weiter arbeiten.
Mir wurde bewusst, dass hier eine neue Situation gegenüber der mir vertrauten vormittäglichen Unterrichtssituation gegeben war. Zum ersten – sicherlich auch aufgrund des Reizes, sich mit dem E-Learning zu beschäftigen
– kamen (wie von mir zur freien Entscheidung motiviert) nicht alle SchülerInnen zu mir in den Nebenraum. Zum zweiten merkte ich – nachdem einige SchülerInnen nach 4-5 Minuten, zuerst vorsichtig anfragend, dann jedoch auch spontaner meine Lehreinheit verlassen hatten – dass ich neben der Informationsvermittlung noch etwas Anderes, einen Mehrwert gegenüber dem E-Learning bieten musste. Immerhin blieb ein Grüppchen von SchülerInnen bei mir und wir unterhielten uns anhand zweier geöffneter PCs über die Grundlagen der Hardware (Modul 1 – Grundlagen der Informationstechnologie). Einmal gab es also etwas Haptisches, da wir einige Bauteile ausbauten und begutachteten. Weiter wurde nicht nur von mir instruiert, sondern es entwickelte sich teilweise ein Gespräch auch unter SchülerInnen, die ihre Erfahrungen und Ihr Wissen zusammentrugen. Trotzdem merkte ich, dass die Lehreinheit kurzweilig bleiben musste, dass immer wieder neue, interessante Aspekte zur Sprache kommen mussten, ggf. in persönliche Erfahrungen, Geschichten verpackt. Die SchülerInnen machten so ca. 20 Minuten gut mit. Dann – obwohl noch manches zu besprechen gewesen wäre – war es genug der Information, wie ich an ihren Gesichtern merkte. Sie wollten rüber, um nun mit Übungen, Vertiefungen, Kurztests etc. weitermachen zu können…
Trotzdem die Erfahrung zunächst etwas befremdend für mich war (obwohl ich sie selbst durch mein Unterrichtskonzept geschaffen hatte), erlebe ich sie für die zukünftigen Veranstaltungen als sehr, sehr lehrreich. Was, so stellt sich mir die Frage im Hinblick auf die kommenden Sitzungen, charakterisiert meine freiwillig zu besuchende Lehrveranstaltung im Gegensatz zur E-Learning-Software und lässt sie als effizient, als ansprechend und als lehrreich erfahrbar werden? Momentan kommen mir unsortierte Stichworte wie Sozialer Kontext, Narrativer Anker, Überblickswissen, Lernen von Peers, Unterhaltung, spielerischer Zugang, und und und. Welche dieser Aspekte aber für meine Lehreinheiten charakteristisch werden sollen, wird sich noch zeigen müssen. Und ich hoffe, oder besser gesagt, ich bin mir fast sicher, dass meine SchülerInnen mir durch Ihr Verhalten zeigen werden, in welche Richtung ich zu gehen habe. Spannend!
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Verfasst von cza2100
November 7, 2006
We Do Training
And we do it differently. We use games and activities that engage participants. We keep them interacting with each other and with the content. We design training faster, cheaper, and better with an irreverent process that eliminates unnecessary steps that don’t add value. Come play with us! We’ll have you laughing and learning.
So der Begrüßungstext der Thiagi Group auf deren Link ich über einen Blogeintrag von Tony Karrer gekommen bin. [http://elearningtech.blogspot.com/2006/11/big-question-for-november-future-of.html#links ]. Der Blogeintrag von Karrer, der die Frage der zukünftigen Notwendigkeit von ISD/ADDIE für das beginnende E-Learning2.0-Zeitalter thematisiert, ist auf jeden Fall lesenswert. Im Artikel stieß ich dann auf den Link zu Thiagi’s Rapid Instructional Design [http://www.thiagi.com/article-rid.html] und musste feststellen, dass mir viele dieser Hinweis zwar nicht neu, aber in ihrer Zusammenstellung und Konsequenz doch sehr eindrücklich erschienen. Vielleicht umso mehr, als ich im Rahmen einer Projektarbeit wieder einmal den enormen Aufwand einer E-Learning1.0-Produktion (Content + Didaktisches Design) erfahre. Aber nicht nur die Hinweise zum Rapid Instructional Design sind bemerkenswert, sondern das ganze Angebot der Thiagi Group. Treffend wird es unter dem Logo zum Ausdruck gebracht: improving performance playfully.
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Verfasst von cza2100
November 7, 2006
Heute startete ich im ECDL(R)-Kurs unserer Schule mein Versuchskonzept der Kombination von E-Learning und Präsenzunterricht. Das Konzept sieht in den 90 Unterrichtsminuten (nachmittags, Wahlfach) für die ersten 30 Minuten ein freiwillig zu besuchendes Face-to-Face-Lehrangebot zu 1-2 Schwerpunktthemen des jeweiligen Moduls vor. Alle SchülerInnen, die nicht an dem Lehrangebot teilnehmen, arbeiten währenddessen mit Hilfe der instruktiven E-Learning-Software zum ECDL(R) an den von ihnen gewählten Themen weiter. Themenfremde Inhalte im Internet sind untersagt, themenbezogene Online-Quizzes o. ä. selbstverständlich nicht. In den zweiten 30 Minuten sind Teamarbeiten angesagt. Die SchülerInnengruppe ist in Teams zu 2-3 Personen unterteilt. Die Teams erhalten Aufgaben und Problemstellungen, die sie gemeinsam bearbeiten, diskutieren, lösen müssen. Hin und wieder sollen sich die Teams auch gegenseitig Aufgaben stellen und kontrollieren. Die dritten 30 Minuten sollen der Vertiefung, Ergänzung und Erweiterung der Kenntnisse gewidmet werden. Stellten die SchülerInnen zuvor Wissenslücken fest, so können diese jetzt mit Hilfe des Internets, der Lernsoftware oder über Fragen an die Lehrkraft geschlossen werden.
Die Chance dieses Unterrichtskonzepts besteht in der freien Wahlmöglichkeit von Lernweg und Lerntempo. Weiter sind die 3 Phasen nach dem Sandwich-Prinzip (individuelle-kollektive-individuelle Lernphase) aufgebaut und bieten den SchülerInnen neben der Abwechslung sozialen Kontext und individuelle Verarbeitungsmöglichkeit.
Nach Abschluss der ersten Modulprüfungen werden wir sehen, ob das Konzept auch für zunehmend divergierende Ansprüche (SchülerInnen bereiten sich in der selben Unterrichtszeit auf unterschiedliche Module vor) trägt.
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Verfasst von cza2100
November 4, 2006
Eine außergewöhnlich informative Seite, betitelt mit „Instructional Technology Connections“, von Martin Ryder von der University of Colorado at Denver, School of Education, die ich allen Pädagogik-/ Lehramts- und Educational-Technology-Studierenden nur wärmstens empfehlen kann. Vor allem das gut strukturierte Informationsangebot unter „Theory & Philosophy in Education, Technology and Culture“ bildet eine fantastische Übersicht über Lerntheorien, Forschungsansätze etc.
[http://carbon.cudenver.edu/%7Emryder/itcon.html , abgerufen am 4.11.06]
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Informatives |
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Verfasst von cza2100