Weblog-Umzug

30. März 2011

Ich habe nun meine eigene Domain und bin mit meinem Weblog dorthin umgezogen. Die neue Adresse des Weblogs lautet:

http://www.christianczaputa.de/blog


Dissemination-Meeting des ASPECT-Projektes

27. Januar 2011

Die vergangenen beiden Tage hatte ich Gelegenheit, am Dissemination-Meeting des ASPECT-Projektes im FWU in München/Grünwald teilzunehmen. Titel der Veranstaltung war ‘Standardisierte Inhalte für Lernmanagementsysteme’. ASPECT steht für ‘Adopting Standards and Specifications for Educational Content’:

ASPECT is a 30-month Best Practice Network supported by the European Commission’s eContentplus Programme that involves 22 partners from 15 countries, including 9 Ministries of Education (MoE), four commercial content developers and leading technology providers. For the first time, experts from all international standardisation bodies and consortia active in e-learning (CEN/ISSS, IEEE, ISO, IMS, ADL) will work together in order to improve the adoption of learning technology standards and specifications.

Interessant waren vor allem die vorgestellten Beispiele und Tools zur Erstellung von Common Cartrige (CC) und Question and Test Interoperability (QTI) Paketen. Beide Spezifikationen wurden im Rahmen des IMS Global Learning Consortium entwickelt.

Common Cartrigde dient als eine Art  Zwischenformat dem Im- und Export von Lernressourcen über Lernplattformen und Content-Management-Systeme hinweg. So können beispielsweise mit dem kostenfrei verfügbaren Common Cartrigde Builder Lernressourcen einfach zusammengestellt, paketiert und über den Import in ein LMS integriert werden. Neu ist hierbei u.a., dass sich Foren, Tests, Weblinks, Rollen und Zugriffsrechte auf Ressourcen integrieren lassen. Zudem bleibt die CC nach dem Import kein monolithischer Block, wie es beispielsweise bei einem SCORM-Paket der Fall ist, sondern ‘löst sich’ nach dem Import in das LMS ‘auf’. D.h. dass die Ressourcen des Paketes einzeln aufruf- und adaptierbar sind. Z.B. werden nach dem Import einer Common Cartridge in Moodle die Lernressourcen als einzelne Elemente (HTML-Seiten, Dateien, Foren) angelegt und können anschließend verschoben und bearbeitet werden. Die Vertreter des ASPECT-Projektes betonten, dass von allen vorgestellten Spezifikationen vor allem CC die Lehrkräfte überzeugt hätte. Auch ich denke, dass CC einen ersten praktikablen Weg weist, wie sich Lernressourcen über LMS hinweg sichern und austauschen lassen. Eine hilfreiche Einführung zu Common Cartridge mit Anwendungsbeispielen und Klärung des Unterschieds zu SCORM ist von Dr. Ingo Dahn vom Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz-Landau und Projektpartner von ASPECT verfügbar. Zudem gibt es ein Webinar ‘Common Cartridge and Moodle’, in dem sehr ähnliche Folien gezeigt und von Herrn Dr. Dahn und seiner Mitarbeiterin Patricia Heckmann erläutert werden (Folien sind allerdings auf Spanisch).


Social Media Classroom

25. Oktober 2010

Via Blogbeitrag von George Siemens bin ich auf den Social Media Classroom von Howard Rheingold gestoßen. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung von Social-Media-Anwendungen wie Wikis, Foren, Weblogs, Social Bookmarks etc. , die zur Nutzung durch eine Lerngruppe über das Content Management Systems Drupal zusammengefasst sind. Der Social Media Classroom wurde von Howard Rheingold zur praktischen Erprobung von Web2.0/Social-Software-Tools parallel zum sozialwissenschaftlichem Studium deren Nutzer und Nutzungsformen konzipiert. Den aktuellen Kurs ‘Virtual Reality / Social Media Stanford 2010′ inkl. Kurs-Wiki, Syllabus, Readings und Ablaufplänen für die methodische Gestaltung der Seminarveranstaltungen (!) hat Rheingold offen zur Verfügung gestellt.  Auch der SMC kann frei über die Webseite heruntergeladen und genutzt werden. Rheingold betont, dass der SMC nur als Ergänzung zu den institutionell verwendeten LMS anzusehen ist. Interessant wäre es zu explorieren, für welche weitere formell orientierten Anwendungsszenarien (immerhin heißt es SMClassroom) und welche Art von Learning Communities der SMC eine stimmigere Alternative als z.B. ein ‘klassischer’ LMS-Kurs wäre.


Positioning of Educational Technologists

18. Oktober 2010

Im September 2010 ist von der Association for Learning Technology (ALT) im Rahmen der ALT Occasional Publication eine Studie zur Rolle von ‘Educational Technologists’ und ihrem Beitrag zur Verbesserung der Lernerfahrung von Studierenden erschienen: The positioning of educational technologists in enhancing the student experience (Autoren: Tom Browne and Helen Beetham). Die Ergebnisse verweisen darauf, dass dieses Feld noch äußerst gering erforscht ist und bisher nur wenig fundierte Literatur zur Wirksamkeit der Arbeit von Educational Technologists auf die Lernerfahrung von Studierenden (student experience) vorliegt. Zudem wurde festgestellt, dass trotz hoher strategischer Bedeutung von Bildungstechnologie für Unternehmen die Wahrnehmung der Rolle und Bedeutung von Educational Technologists eher noch gering ausgeprägt ist. Gerade vor diesem Hintergrund wären entsprechende Studien zur Wirksamkeit der Arbeit von EdTechs wichtig und hilfreich. Entsprechend auch die Empfehlung aus dem Executive Summary (S. 5):

The primary recommendation is that research should be conducted to seek case
studies of specific roles and positions of educational technologists, considering how
and whether they enhance the student experience and whether there are identifiable
benefits or evidence of added value to each different approach.

Insgesamt ist dies ein wichtiger Beitrag mit interessanten Statements für alle jene, die sich beruflich in Richtung Educational Technology orientieren.


The Long Now!

13. Oktober 2010

Beeindruckt hat mich der Blogbeitrag von Jay Cross über die Long Now Foundation, deren Mitgliedern es um eine Veränderung unserer Wahrnehmung von Zeit und einer entsprechend nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise geht.

The Long Now Foundation was established in 01996* to develop the 10,000-year Clock and Library projects , as well as to become the seed of a very long-term cultural institution. The Long Now Foundation hopes to provide counterpoint to today’s “faster/cheaper” mind set and promote “slower/better” thinking. We hope to creatively foster responsibility in the framework of the next 10,000 years.

Der Begriff ‘long now’ wurde von Brian Eno – Mitbegründer der Foundation – geprägt, der sich auf das unterschiedliche Verständnis von ‘now’ im Amerikanischen (hier und sofort) und im Englischen (weiter gefasst bzw. länger interpretiert) bezieht. Jay Cross berichtet in seinem Beitrag auch von der Longplayer Long Conversation Veranstaltung in San Francisco, zu der sich Informationen auf der Website der The Long Now Fondation finden. Über die Site sind auch Audioaufzeichnungen von Vorträgen/Seminaren frei verfügbar. Die Videos scheinen nur den Mitgliedern zur Verfügung zu stehen. Insgesamt eine aktuell dringliche Wahrnehmungskorrektur, die auch uns Educational Technologists  für den Kontext von Schul-, Unterrichts- und Fortbildungsentwicklung etwas mehr Geduld und Weitblick abverlangt.

The Long Now Foundation was established in 01996* to develop the 10,000-year Clock and Library projects , as well as to become the seed of a very long-term cultural institution. The Long Now Foundation hopes to provide counterpoint to today’s “faster/cheaper” mind set and promote “slower/better” thinking. We hope to creatively foster responsibility in the framework of the next 10,000 years

Digital Research Tools Wiki

9. Oktober 2010

Via Twitter-Beitrag von George Siemens bin ich auf das Digital Research Tools Wiki (DiRT) gestoßen. Es wird von einer Reihe von WissenschaftlerInnen und BibliothekarInnen gepflegt und stellt je nach Problem- oder Aufgabenstellung (z.B. analyze texts, convert/manipulate files, organize my research materials, stay current with research, write collaboratively) entsprechende Software vor, die hierfür unterstützend genutzt werden kann. Gerade diese Kategorisierung von Software nach Problem-/Aufgabenstellung finde ich interessant, da sie – wie von Baumgartner/Bergner 2003 schon angeregt – die Tools nach didaktischen Interaktionen bzw. Szenarien aufschlüsseln und hierdurch Orientierung und gezielten Zugriff erleichtern. Das Wiki ist offen für weitere Mitarbeiter (nach Anfrage).

Aus: Baumgartner, P. und I. Bergner (2003). Categorization of Virtual Learning Activities. Learning Objects & Reusability of Content, Proceedings of the International Workshop ICL2003, Villach / Austria 24-26 September 2003, CD-ROM, Villach, Kassel University Press.


Kooperatives Lernen mit Social Software

13. August 2010

Via Martin Ebner’s Blogbeitrag bin ich auf den gemeinsam mit Sandra Schaffert verfassten Beitrag ‘New Forms of and Tools for Cooperative Learning with Social Software in Higher Education‘, erschienen in Computer-Assisted Teaching: New Developments; Brayden A. Morris and George M. Ferguson (Ed.); 2010; ISBN: 978-1-60876-855-4; p. 151-156, aufmerksam geworden.

Interessante Aspekte für mich waren die Definition von Social Software nach Schaffert/Ebner als

‘(…) sum of all old and new forms of tools and applications that can be or are ordinary used for communication and collaboration. ‘

wobei ich nicht sicher bin, ob hier auch die Kommunikation und ‘Kollaboration’ mit intelligenten tutoriellen Systemen oder nur zwischen Personen gemeint ist.

Schaffert/Ebner gruppieren weiter Social Software nach den Nutzungsschwerpunkten in die Bereiche

  • social presence / communication
  • collaborative development
  • collaborative enrichment of content

und bringen hierzu jeweils Softwarebeispiele mit möglichen (kurz angedeuteten) Einsatzszenarien.

Interessant erschien mir auch die den Einsatzszenarien grundgelegte Unterscheidung von 4 prototypischen Formen computerunterstützten kooperativen Lernens:

  • distance learning setting (ausschließlich computerunterstützte Kommunikation und Kooperation, stärker asynchron)
  • blended learning setting (computerunterstützte Kommunikation und Kooperation vorwiegend in Online-Phasen, stärker asynchron)
  • classroom group work setting (klassische Unterrichtssituation mit entsprechender Gruppengröße unter Verwendung vernetzter Rechner, Mobile Phones etc.)
  • lecture hall learning setting (klassische Vorlesungssituation unter Verwendung vernetzter Rechner, Mobile Phones etc.)

Um die Fülle von (stetig wachsenden) Social Software Angeboten und digitalen Informationen für sich persönlich organisieren zu können, verweisen Schaffert/Ebner auf die zunehmende Bedeutung von Mash-Up Technologien und Konzepten, mittels derer Inhalte, Services und Anwendungen von unterschiedlichen Webseiten auf integrierte und stimmige Weise zusammengefasst und dargestellt werden können. Gerade die Kombination von Mash-Ups und persönlichen Empfehlungssystemen seien ein weiterer Schritt in Richtung einer umfassenden persönlichen Lernumgebung (PLE).

Für mich wäre allerdings über die Formen und Tools zur Stärkung des kooperativen/kollaborativen Lernens mit Social Software hinaus interessant, in welcher Weise diese für die Lehrenden erschlossen und zur gezielten Nutzung empfohlen werden können? Und weiter stellt sich mir die Frage, ob die Wurzeln der mit dem Web 2.0 populär gewordenen ‘Social Software’  nicht eher informellen Kommunikations- und Kooperationsumgebungen entstammen und in eher formellen Lehr-Lernkontexten nicht auch in anderer Weise bzw. mit entsprechenden Implikationen zu nutzen sind?


Bookmarks – vielleicht komme ich irgendwann mal dazu…

12. März 2010

Ich weiß nicht wie es anderen dabei geht, aber ich ‘bookmarke’ mehr oder weniger regelmäßig mir wichtig erscheinende Webseiten zum Themenfeld ‘Educational Technology’ mit der Hoffnung, sie mir zu einem späteren Zeitpunkt anzusehen. Nur leider findet dieser spätere Zeitpunkt bei mir so gut wie nie statt… Mittlerweile habe ich ca. 970 Bookmarks über www.diigo.com angehäuft und finde es schade, dass diese Schatzkiste nicht einmal von mir genutzt wird. Zumindest im Weblog sei einmal darauf verwiesen; vielleicht erschließen sich Interessierten im Feld E-Learning (Schwerpunkt Education) über  meine Linksammlung ein paar anregende Webseiten und Ressourcen.


Warum wir auch weiterhin Lernplattformen brauchen

10. Februar 2010

Aktuell beschäftige ich mich im Rahmen der Exposéerstellung meiner Diss mit pedagogic plannern, die Lehrenden Hilfestellung bei der Gestaltung onlineunterstützter Lehr-Lernarrangements geben sollen. Hierzu fanden schon eine Reihe von Forschungsprogrammen statt, wie z. B. das JISC Design for Learning Programme mit einem Arbeitspaket zur Entwicklung des London Pedagogic Planner. Im Final Evaluation Report bin ich neben interessanten Ergebnissen zu Einsatz und Nutzen des London Pedagogic Planner auf folgende Passage gestoßen (S. 10):

Several of the projects noted that institutional commitment to supporting and maintaining a particular system or platform is essential for practitioner engagement and the investment of time and resources in developing competence in designing for learning. Uncertainty over support and maintenance processes, or over the developmental future of a particular system, platform or tool, can have a deleterious effect on the engagement of practitioners at an exploratory level.

Sollen Lehrende also motiviert werden, sich stärker für die Integration onlineunterstützter Unterrichtsphasen (integriert oder begleitend zum Präsenzunterricht) zu engagieren, so ist von institutioneller Seite Kontinuität bzgl. Verfügbarkeit und Unterstützung eines spezifischen Systems, z. B. einer Lernplattform wie Moodle, erforderlich. Die österreichische Initiative Edumoodle-Projekt kann vor diesem Hintergrund als Good-Practice-Beispiel herhalten, mit beachtlichen Ergebnissen in der Verbreitung und Nutzung der Lernplattform im Unterricht.


Artikel ‘Innere Differenzierung’ mit Moodle

10. Februar 2010

Schon vor einigen Monaten in der Herbst-Ausgabe der L.A. Multimedia erschienen, ist ein Artikel von mir zu Möglichkeiten der ‘Inneren Differenzierung’ mit Moodle. Für Interessierte habe ich den Text als PDF bereit gestellt.


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