Ich habe nun meine eigene Domain und bin mit meinem Weblog dorthin umgezogen. Die neue Adresse des Weblogs lautet:
Dissemination-Meeting des ASPECT-Projektes
27. Januar 2011Die vergangenen beiden Tage hatte ich Gelegenheit, am Dissemination-Meeting des ASPECT-Projektes im FWU in München/Grünwald teilzunehmen. Titel der Veranstaltung war ‘Standardisierte Inhalte für Lernmanagementsysteme’. ASPECT steht für ‘Adopting Standards and Specifications for Educational Content’:
ASPECT is a 30-month Best Practice Network supported by the European Commission’s eContentplus Programme that involves 22 partners from 15 countries, including 9 Ministries of Education (MoE), four commercial content developers and leading technology providers. For the first time, experts from all international standardisation bodies and consortia active in e-learning (CEN/ISSS, IEEE, ISO, IMS, ADL) will work together in order to improve the adoption of learning technology standards and specifications.
Interessant waren vor allem die vorgestellten Beispiele und Tools zur Erstellung von Common Cartrige (CC) und Question and Test Interoperability (QTI) Paketen. Beide Spezifikationen wurden im Rahmen des IMS Global Learning Consortium entwickelt.
Common Cartrigde dient als eine Art Zwischenformat dem Im- und Export von Lernressourcen über Lernplattformen und Content-Management-Systeme hinweg. So können beispielsweise mit dem kostenfrei verfügbaren Common Cartrigde Builder Lernressourcen einfach zusammengestellt, paketiert und über den Import in ein LMS integriert werden. Neu ist hierbei u.a., dass sich Foren, Tests, Weblinks, Rollen und Zugriffsrechte auf Ressourcen integrieren lassen. Zudem bleibt die CC nach dem Import kein monolithischer Block, wie es beispielsweise bei einem SCORM-Paket der Fall ist, sondern ‘löst sich’ nach dem Import in das LMS ‘auf’. D.h. dass die Ressourcen des Paketes einzeln aufruf- und adaptierbar sind. Z.B. werden nach dem Import einer Common Cartridge in Moodle die Lernressourcen als einzelne Elemente (HTML-Seiten, Dateien, Foren) angelegt und können anschließend verschoben und bearbeitet werden. Die Vertreter des ASPECT-Projektes betonten, dass von allen vorgestellten Spezifikationen vor allem CC die Lehrkräfte überzeugt hätte. Auch ich denke, dass CC einen ersten praktikablen Weg weist, wie sich Lernressourcen über LMS hinweg sichern und austauschen lassen. Eine hilfreiche Einführung zu Common Cartridge mit Anwendungsbeispielen und Klärung des Unterschieds zu SCORM ist von Dr. Ingo Dahn vom Institut für Wissensmedien der Universität Koblenz-Landau und Projektpartner von ASPECT verfügbar. Zudem gibt es ein Webinar ‘Common Cartridge and Moodle’, in dem sehr ähnliche Folien gezeigt und von Herrn Dr. Dahn und seiner Mitarbeiterin Patricia Heckmann erläutert werden (Folien sind allerdings auf Spanisch).
Positioning of Educational Technologists
18. Oktober 2010Im September 2010 ist von der Association for Learning Technology (ALT) im Rahmen der ALT Occasional Publication eine Studie zur Rolle von ‘Educational Technologists’ und ihrem Beitrag zur Verbesserung der Lernerfahrung von Studierenden erschienen: The positioning of educational technologists in enhancing the student experience (Autoren: Tom Browne and Helen Beetham). Die Ergebnisse verweisen darauf, dass dieses Feld noch äußerst gering erforscht ist und bisher nur wenig fundierte Literatur zur Wirksamkeit der Arbeit von Educational Technologists auf die Lernerfahrung von Studierenden (student experience) vorliegt. Zudem wurde festgestellt, dass trotz hoher strategischer Bedeutung von Bildungstechnologie für Unternehmen die Wahrnehmung der Rolle und Bedeutung von Educational Technologists eher noch gering ausgeprägt ist. Gerade vor diesem Hintergrund wären entsprechende Studien zur Wirksamkeit der Arbeit von EdTechs wichtig und hilfreich. Entsprechend auch die Empfehlung aus dem Executive Summary (S. 5):
The primary recommendation is that research should be conducted to seek case
studies of specific roles and positions of educational technologists, considering how
and whether they enhance the student experience and whether there are identifiable
benefits or evidence of added value to each different approach.
Insgesamt ist dies ein wichtiger Beitrag mit interessanten Statements für alle jene, die sich beruflich in Richtung Educational Technology orientieren.
The Long Now!
13. Oktober 2010Beeindruckt hat mich der Blogbeitrag von Jay Cross über die Long Now Foundation, deren Mitgliedern es um eine Veränderung unserer Wahrnehmung von Zeit und einer entsprechend nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise geht.
The Long Now Foundation was established in 01996* to develop the 10,000-year Clock and Library projects , as well as to become the seed of a very long-term cultural institution. The Long Now Foundation hopes to provide counterpoint to today’s “faster/cheaper” mind set and promote “slower/better” thinking. We hope to creatively foster responsibility in the framework of the next 10,000 years.
Der Begriff ‘long now’ wurde von Brian Eno – Mitbegründer der Foundation – geprägt, der sich auf das unterschiedliche Verständnis von ‘now’ im Amerikanischen (hier und sofort) und im Englischen (weiter gefasst bzw. länger interpretiert) bezieht. Jay Cross berichtet in seinem Beitrag auch von der Longplayer Long Conversation Veranstaltung in San Francisco, zu der sich Informationen auf der Website der The Long Now Fondation finden. Über die Site sind auch Audioaufzeichnungen von Vorträgen/Seminaren frei verfügbar. Die Videos scheinen nur den Mitgliedern zur Verfügung zu stehen. Insgesamt eine aktuell dringliche Wahrnehmungskorrektur, die auch uns Educational Technologists für den Kontext von Schul-, Unterrichts- und Fortbildungsentwicklung etwas mehr Geduld und Weitblick abverlangt.
Digital Research Tools Wiki
9. Oktober 2010Via Twitter-Beitrag von George Siemens bin ich auf das Digital Research Tools Wiki (DiRT) gestoßen. Es wird von einer Reihe von WissenschaftlerInnen und BibliothekarInnen gepflegt und stellt je nach Problem- oder Aufgabenstellung (z.B. analyze texts, convert/manipulate files, organize my research materials, stay current with research, write collaboratively) entsprechende Software vor, die hierfür unterstützend genutzt werden kann. Gerade diese Kategorisierung von Software nach Problem-/Aufgabenstellung finde ich interessant, da sie – wie von Baumgartner/Bergner 2003 schon angeregt – die Tools nach didaktischen Interaktionen bzw. Szenarien aufschlüsseln und hierdurch Orientierung und gezielten Zugriff erleichtern. Das Wiki ist offen für weitere Mitarbeiter (nach Anfrage).
Aus: Baumgartner, P. und I. Bergner (2003). Categorization of Virtual Learning Activities. Learning Objects & Reusability of Content, Proceedings of the International Workshop ICL2003, Villach / Austria 24-26 September 2003, CD-ROM, Villach, Kassel University Press.
Warum wir auch weiterhin Lernplattformen brauchen
10. Februar 2010Aktuell beschäftige ich mich im Rahmen der Exposéerstellung meiner Diss mit pedagogic plannern, die Lehrenden Hilfestellung bei der Gestaltung onlineunterstützter Lehr-Lernarrangements geben sollen. Hierzu fanden schon eine Reihe von Forschungsprogrammen statt, wie z. B. das JISC Design for Learning Programme mit einem Arbeitspaket zur Entwicklung des London Pedagogic Planner. Im Final Evaluation Report bin ich neben interessanten Ergebnissen zu Einsatz und Nutzen des London Pedagogic Planner auf folgende Passage gestoßen (S. 10):
Several of the projects noted that institutional commitment to supporting and maintaining a particular system or platform is essential for practitioner engagement and the investment of time and resources in developing competence in designing for learning. Uncertainty over support and maintenance processes, or over the developmental future of a particular system, platform or tool, can have a deleterious effect on the engagement of practitioners at an exploratory level.
Sollen Lehrende also motiviert werden, sich stärker für die Integration onlineunterstützter Unterrichtsphasen (integriert oder begleitend zum Präsenzunterricht) zu engagieren, so ist von institutioneller Seite Kontinuität bzgl. Verfügbarkeit und Unterstützung eines spezifischen Systems, z. B. einer Lernplattform wie Moodle, erforderlich. Die österreichische Initiative Edumoodle-Projekt kann vor diesem Hintergrund als Good-Practice-Beispiel herhalten, mit beachtlichen Ergebnissen in der Verbreitung und Nutzung der Lernplattform im Unterricht.
Artikel ‘Innere Differenzierung’ mit Moodle
10. Februar 2010Schon vor einigen Monaten in der Herbst-Ausgabe der L.A. Multimedia erschienen, ist ein Artikel von mir zu Möglichkeiten der ‘Inneren Differenzierung’ mit Moodle. Für Interessierte habe ich den Text als PDF bereit gestellt.
Verfasst von cza2100 